Lilo ist noch eine junge Hündin – und doch hat sie bereits ein Leben hinter sich, das von Ausbeutung geprägt war.
Sie kam zusammen mit ihren beiden Töchtern aus einer Zuchtanlage in Spanien, in der Hunde nicht als Familienmitglieder gesehen werden, sondern nur als Mittel zum Zweck. Solange sie Welpen bekommen, haben sie dort einen „Wert“. Wenn dieser Zweck erfüllt ist, werden sie einfach aussortiert.
Als Lilo bei uns ankam, war ihr Zustand erschütternd. Ihr kleiner Körper war geschwächt. Sie litt unter Problemen mit den Augen, ihre Haut war von einer Infektion gezeichnet und auch ihr Magen brauchte dringend Unterstützung, weshalb sie derzeit spezielles, hydrolysiertes Futter bekommt, damit sich ihr Körper langsam erholen kann.
Zusätzlich wurde sie positiv auf Leishmaniose getestet.
Viel schwerer als die körperlichen Spuren wiegt jedoch das, was man nicht sofort sehen kann.
Lilo kennt die Welt außerhalb der Zucht kaum. Nähe zu Menschen war für sie nie mit Geborgenheit verbunden. Deshalb ist sie zunächst schüchtern und vorsichtig, sowohl gegenüber Erwachsenen als auch gegenüber Kindern. Aber sie zeigt keinerlei Aggression. Sie beißt nicht – sie versucht nur zu verstehen, ob sie endlich sicher ist.
Auch das Laufen an der Leine kennt sie noch nicht. All diese Dinge, die für viele Hunde selbstverständlich sind, muss Lilo erst Schritt für Schritt lernen dürfen. Mit Geduld, Ruhe und liebevoller Führung.
Doch Lilo hatte so großes Glück und hat ein Traumzuhause bei ganz liebevollen Menschen gefunden.

Hunderettung e.V.